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Abschiebungen
15.12.2004 Delegationsbesuch aus Burkina Faso
Abschiebung mit deutschen Reisepapieren?

(Text in deutsch und französisch)

Abschiebungen


Von burkinischen Flüchtlingen erfuhren wir, dass eine Delegation aus Burkina Faso mal wieder in Deutschland ist, die im Jahr 2002 zweimal zu Anhörungen in Hamburg war und etliche Flüchtlinge als burkinische Staatsbürger identifizierte. Die burkinische Botschaft stellte ihnen aber keine Reisepapiere aus (weil sie bestimmte Bedingungen nicht erfüllten), und daraufhin begann die Hamburger Ausländerbehörde im Sommer 2003 damit, diesen Flüchtlingen selbstgemachte sog. EU-Standardreisedokumente auszustellen. Die Botschaft akzeptierte diese zwar nicht, und auch der zuständige Minister äußerte sich in der deutschen Presse dagegen (Näheres siehe www.fluechtlingsrat-hamburg.de, z.B. unter dem 9.3.04), aber es gibt Verbindungsleute der Hamburger Ausländerbehörde auf dem Flughafen von Ouagadougou. Einer davon war auch Mitglied der damaligen Delegation. Und so wurden die Abgeschobenen trotzdem ins Land gelassen. Bei der EU-Sammelabschiebung am 13.9.04 war die Delegation am Flughafen Ouagadougou, um die Abgeschobenen "in Empfang zu nehmen".
Diese üble Delegation ist jetzt also wieder hier, wie wir hörten, seit letzte Woche, und zwar in Berlin und Sachsen-Anhalt (wohin ja die meisten burkinischen Flüchtlinge verteilt wurden in den letzten Jahren), und Flüchtlinge bekamen Vorladungen zu Verhören in der Ausländerbehörde (wo genau, weiß ich nicht). Es kann aber auch sein, dass die Delegation noch in anderen Bundesländern Anhörungen veranstaltet (z.B. Bayern, wo ja auch viele Burkinabé sind). Und es ist zu befürchten, dass, falls die Botschaft weiter hart bleibt und keine Reisepapiere ausstellt, die Identifizierten mit dem EU-Standardreisedokument abgeschoben werden.
Deshalb: Hört Euch bitte um, informiert und warnt Flüchtlinge, überlegt Aktivitäten und gebt uns Bescheid, wenn Ihr was wisst!

Très brèf en Francais:
Nous avons entendu des refugiés, qu'une delegation de Burkina Faso est arrivé la semaine passé en Allemagne pour identifiér des refugiés pour les deporter. La delegation était à Hambourg an 2002, mais les refugiés qui étaient identifés n'ont pas recus des laisser-passers de l'Ambassade. C'est pourqoui l'Ausländerbehörde de Hambourg a commencé à les deporter avec un "EU-Standardreisedokument", fait par les autorités allemandes. La delegation était à l'aéroprt de Ouagadougou quand on a deporté plusiers personnes le 13 septembre. (Informations sur www.fluechtlingsrat-hamburg.de)
Cette delegation est maintenant à Berlin et Sachsen-Anhalt (où beaucoup de refugiés sont convoqués), mais peût-être elle sera aussi dans des autres villes (par example Bavaria?). Il faut informer les réfugiés, reflechir qu'est-ce qu'on peût faire et nous informer, si vous avez des nouvelles!
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