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Abschiebungen
08.06.2005
Veranstaltung zur "Rückkehrförderung"

Abschiebungen nach Guinea demnächst geplant?

Wie von uns schon befürchtet, wird die Hamburger Ausländerbehörde im Windschatten der Afghanistan-Abschiebungen demnächst mit ganz ähnlichen Methoden mit Abschiebungen guineischer Flüchtlinge beginnen.
Westafrikanische Flüchtlinge, die im März zu den Anhörungen der Guinea-Delegatión vorgeladen waren, erhielten in den letzten Tagen eine

"Einladung zu einer Guinea Rückkehrförderung-Informationsveranstaltung für Nicht-Straftäter" (auf Deutsch und Französisch)

die am 8.6.05 um 14 Uhr bei der "Flüchtlingshilfe"
(Zusammenschluss von AWO und Caritas)

im Steintorweg 8, Hamburg-Innenstadt stattfinden soll.

Die Teilnahme sei "freiwillig", aber der Text ist eindeutig: "Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung wollen Sie Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe, des Amtes für Soziales und Reintegration sowie der Ausländerbehörde Hamburg über Reintegrationsangebote informieren und Ihnen gleichzeitig letztmalig die Möglichkeit zur freiwilligen Ausreise anbieten." Das bedeutet: Wer nicht "freiwillig" ausreist, wird demnächst abgeschoben - genau so wie es bei den afghanischen Flüchtlingen versucht wird! Im Juli reist ja Frau Harneit, geb. Michaelis, wieder nach Guinea, und spätestens dann wird sie die Abschiebungen vorbereiten.

Es ist dringend nötig, Widerstand gegen diese Praktiken aufzubauen. Zur "Infoveranstaltung" sollten wir betroffene Flüchtlinge nicht allein hingehen lassen. Auf der Veranstaltung sitzen Herr Balaz von der Flüchtlingshilfe, Herr Jenke vom Amt für Soziales und Integration und Frau Heuser von der Ausländerbehörde, und wir dürfen diese Damen und Herren dort nicht in Ruhe ihre Propaganda betreiben lassen. Organisationen wie die AWO und die Flüchtlingshilfe erhalten (u.a. über den zuständigen Referenten Jenke) Gelder vom Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF), die früher FlüchtlingsunterstützerInnen wie INFO INTERNATIONAL und der Theatergruppe Hajusom! zugute kamen, und sie machen nichts anderes, als im Auftrag der Behörden dafür zu sorgen, dass Flüchtlinge aus dieser Stadt verschwinden müssen, egal wie lange sie schon hier sind und wie die Lage in ihren Herkunftsländern ist.

Afghanische, guineische und andere Flüchtlinge sowie ihre UnterstützerInnen sollten sich zusammenschließen und gegen diese menschenrechtswidrige Politik aktiv angehen!
Flüchtlingsrat Hamburg

Kurzbericht über die Informationsveranstaltung von Conni Gunßer
Artikel zu den Guinea - Anhörungen


Kontakt:
0173-4108642
FR - Büro: 040-431587 (Di + Do 10-12 und 17-19 Uhr)


Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490

info@fluechtlingsrat-hamburg.de


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