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Aktuelles 29. bis 31.08.2008 No Border Camp - Patra in Griechenland Offener Aufruf zur Beteiligung am No Border Camp |
Patra, die drittgrösste Hafenstadt Griechenlands dient den Flüchtlingen als Anhaltspunkt, um nach Zentral- und Nordeuropa zu immigrieren. Hier leben sie in unmenschlichem Zustand auf einem selbstgebauten Camp, ohne Wasser, Strom und Toiletten, in der Nähe des Hafens. Zur Zeit leben hier 1000 junge Männer afganischer Herkunft (im Sommer steigt die Zahl wesentlich), die wegen des Krieges oder der Gefahr vor dem religiösen Fundamentalismus der Talibans aus ihrem Land flüchten müssen, um in Europa ein neues, freieres Leben mit Würde aufzustellen. Laut eines Beschlusses des griechischen Staates vom Januar 2008 ist ihnen die freie Bewegung zum Hafen oder ins Zentrum der Stadt untersagt. Das Camp wird von der Polizei rund um die Uhr bewacht. Diejenigen Flüchtlinge, die sich ausserhalb dessen Grenzen aufhalten, werden sofort überführt und verhaftet, brutal geschlagen und abgeschoben. Die Mehrheit der Gesellschaft von Patras schweigt und hält die Augen vor dem Problem stur geschlossen. Eine kleine Gruppe von Nachbarn und Geschäftsleuten haben sich zusammen getan, damit die Flüchtlinge wegkommen. Andererseits hat sich ein Gebilde aus Gruppen des antiautoritären Spektrums gebildet, das sich mit den Flüchtlingen gegen eine Abschaffung des Campes wehrt. Bis jetzt haben zwei große Demos (Januar und Februar 2008) mit den Flüchtlingen in Patra stattgefunden, so wie aller Art von materieller, juristischer und medizinischer Hilfe. Erwähnenswert ware die Instalation der Wasserversorgung im Camp, eine Aktion, die im Mai 2008, im Rahmen eines vorbereitenden No Border-Wochenende organisiert wurde. Ausser der obengenannten Situation wurden am 18 Juni 2008 die neuen Richtlinien der EU zur Abschiebung der Flüchlinge und der Immigranten (Return Directive) beschlossen. Diese schamhafte Richtlinien sollen von den 27 Mitgliedstaaten innerhalb von zwei Jahren umgesetzt werden. Kraft dessen wird der Haftzeitraum von 3 auf 18 Monaten ausgedehnt und die sofortige Abschiebung oder die übergabe zu Drittstaaten ist erlaubt. Im weiteren wird eine erneute Zuwanderung in die EU innerhalb von 5 Jahren verboten sein, eine Abschiebung schwangerer Frauen, Minderjährigen oder Senioren wird nicht untersagt und zuletzt wird die blaue Karte gelten, die nur ausgebildeten Arbeitsnehmer zugereicht wird. Wir setzen uns unter anderem als Ziele für den No Border in Patra durch massenhafte Beteiligung an den Veranstaltungen, der Diskussionen und der Aktionen der vielseitigen Gewalt, die auf die Flüchtlinge ausgeübt wird ein Ende zu setzen und dass unsere Stimmen und Forderungen von der Gesellschaft gehört werden. Weitere Informationen Programm Freitag, 29.8.08 (ca. 2 Std) nach Patra) (Bitte Zelt mitnehmen!) Samstag, 30.8.08 Sonntag, 31.8.08 Die von der offenen Diskussionsrunde am Samstag beschlossene Aktion bzw. Aktionen. Werden uns freuen Alle dabei zu haben! Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490 info@fluechtlingsrat-hamburg.de |
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