Mit der Aus-Lagerung der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge aus Hamburg nach Horst/Mecklenburg-Vorpommern ab Oktober 2006 machen die Hamburger Behörden deutlich: Flüchtlinge sind in dieser Stadt unerwünscht und sollen möglichst weit weg - aus den Städten in die Wälder, und am liebsten ganz raus aus Europa. Schon jetzt leben Flüchtlinge in Hamburg unter unerträglichen Bedingungen: ausgegrenzt in Lagern statt in Wohnungen, meist ohne Arbeitserlaubnis, mit reduzierten Sozialleistungen, permanent kontrolliert, schikaniert und von Abschiebung bedroht. Aber es gibt auch Widerstand dagegen. Flüchtlinge wehren sich im Alltag gegen Schikanen durch Behörden, Lagerverwalter und Arbeitgeber. Und sie organisieren sich, gehen auf die Straße gegen Lagerunterbringung, für Bleiberecht, Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle.
Unter diesen und anderen Forderungen findet am 7.10.06 in vielen Ländern Europas und Afrikas ein MigrationsAktionsTag statt, der auf dem Europäischen Sozialforum im Mai in Athen beschlossen wurde.
In Hamburg soll an diesem Tag eine möglichst große und breite Demonstration für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen stattfinden.
Auf unserer Veranstaltung kommen Flüchtlinge aus Hamburg und Horst zu Wort, um über ihre Situation, ihren Widerstand und ihre (und unsere gemeinsamen?) Perspektiven zu diskutieren, und es soll für die Teilnahme an der Demonstration am 7.10. mobilisiert werden.
VeranstalterInnen: Flüchtlingsrat Hamburg, AntiLager-Gruppe und Karawane Hamburg