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Abschiebungen
21.06.2007
Kein Krieg gegen Flüchtlinge!
EU-Migrationspolitik, Kriminalisierung von Flüchtlingshilfe und
Recht auf Bewegungsfreiheit
Veranstaltung mit Elias Bierdel, ehemaliger Vorsitzender der Cap Anamur
und Conni Gunßer, Flüchtlingrat Hamburg
19.30 Uhr in der Werkstatt 3, Nernstweg 32
22765 Hamburg-Altona
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Jährlich sterben mehrere Tausend Menschen auf dem Weg nach Europa, eine immer größere Zahl im Meer.
Die Versuche von Flüchtlingen, der Perspektivlosigkeit und dem Elend ihrer Herkunftsregionen zu entkommen und das Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit wahrzunehmen, werden von den Mitgliedsländern der EU mit einer Politik der Militarisierung der Außengrenzen beantwortet.
Seit August 2006 sind Verbände der neuen EU-Grenzschutzbehörde "FRONTEX" im Einsatz. Potenzielle "illegale" Einwanderer sollen schon vor Erreichen der nationalen Hoheitsgewässer abgefangen und zurückgeschickt werden - egal wohin. Wer Schiffbrüchigen zu Hilfe kommt, hat keine Chance mehr, sie in einem EU-Staat an Land zu lassen und riskiert Kriminalisierung.
Im Juni 2004 hat die Crew des deutschen Schiffs "Cap Anamur" 37 Bootsflüchtlinge aus Seenot gerettet. Wegen dieser nach internationalen Seerechtskonventionen selbstverständlichen Hilfeleistung wird sie seit November 2006 von einem Gericht auf Sizilien wegen Beihilfe zur "illegalen Einreise" angeklagt.
Auf der Veranstaltung sollen im Zusammenhang mit diesem Prozess die EU-Migrationspolitik und verschiedene Formen des Widerstands dagegen dargestellt und diskutiert werden.
VeranstalterInnen:
Flüchtlingsrat Hamburg, Hamburger Arbeitskreis Asyl, Werkstatt 3
Eintritt frei
Materialien zum Thema
http://www.borderline-europe.de/ (neue Organisation von Elias Bierdel)
Presse
Flüchtlingsrat Hamburg, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Tel.: 040-431587 Fax: 040-4304490
info@fluechtlingsrat-hamburg.de
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