Von burkinischen Flüchtlingen erfuhren wir, dass eine Delegation aus Burkina Faso mal wieder
in Deutschland ist, die im Jahr 2002 zweimal zu Anhörungen in Hamburg war und etliche Flüchtlinge
als burkinische Staatsbürger identifizierte. Die burkinische Botschaft stellte ihnen aber keine
Reisepapiere aus (weil sie bestimmte Bedingungen nicht erfüllten), und daraufhin begann die
Hamburger Ausländerbehörde im Sommer 2003 damit, diesen Flüchtlingen selbstgemachte sog.
EU-Standardreisedokumente auszustellen. Die Botschaft akzeptierte diese zwar nicht,
und auch der zuständige Minister äußerte sich in der deutschen Presse dagegen (Näheres
siehe www.fluechtlingsrat-hamburg.de, z.B. unter dem 9.3.04), aber es gibt Verbindungsleute
der Hamburger Ausländerbehörde auf dem Flughafen von Ouagadougou. Einer davon war auch
Mitglied der damaligen Delegation. Und so wurden die Abgeschobenen trotzdem ins Land gelassen.
Bei der EU-Sammelabschiebung am 13.9.04 war die Delegation am Flughafen Ouagadougou, um die
Abgeschobenen "in Empfang zu nehmen".
Diese üble Delegation ist jetzt also wieder hier, wie wir hörten, seit letzte Woche,
und zwar in Berlin und Sachsen-Anhalt (wohin ja die meisten burkinischen Flüchtlinge verteilt
wurden in den letzten Jahren), und Flüchtlinge bekamen Vorladungen zu Verhören in der
Ausländerbehörde (wo genau, weiß ich nicht). Es kann aber auch sein, dass die Delegation
noch in anderen Bundesländern Anhörungen veranstaltet (z.B. Bayern, wo ja auch viele Burkinabé sind). Und es ist zu befürchten, dass, falls die Botschaft weiter hart bleibt und keine Reisepapiere ausstellt, die Identifizierten mit dem EU-Standardreisedokument abgeschoben werden.
Deshalb: Hört Euch bitte um, informiert und warnt Flüchtlinge, überlegt Aktivitäten
und gebt uns Bescheid, wenn Ihr was wisst!
Très brèf en Francais:
Nous avons entendu des refugiés, qu'une delegation de Burkina Faso est arrivé la semaine passé
en Allemagne pour identifiér des refugiés pour les deporter. La delegation était à Hambourg
an 2002, mais les refugiés qui étaient identifés n'ont pas recus des laisser-passers de
l'Ambassade. C'est pourqoui l'Ausländerbehörde de Hambourg a commencé à les deporter avec
un "EU-Standardreisedokument", fait par les autorités allemandes. La delegation était à
l'aéroprt de Ouagadougou quand on a deporté plusiers personnes le 13 septembre.
(Informations sur www.fluechtlingsrat-hamburg.de)
Cette delegation est maintenant à Berlin et Sachsen-Anhalt (où beaucoup de refugiés sont
convoqués), mais peût-être elle sera aussi dans des autres villes (par example Bavaria?).
Il faut informer les réfugiés, reflechir qu'est-ce qu'on peût faire et nous informer,
si vous avez des nouvelles!
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